Sie wählen ein PEX-Rohr entsprechend dem Zweck Ihrer Installation aus: Wählen Sie einen Durchmesser von 16 mm für Fußbodenheizungen und kleine Sanitärrohre oder 20 mm und größer für Zentralheizungsrohre oder umfangreiche Wasserkreisläufe. Für Installationen, die eine besondere Formstabilität und Sauerstoffdichtheit erfordern, wie z. B. größere Heizungsanlagen, verwenden Sie ein Mehrschichtrohr (PEX-AL-PEX). Diese Variante ist durch einen Aluminiumkern besonders stabil und für höhere Temperaturen und Drücke geeignet. In diesem Blog erfahren Sie genau, worauf Sie bei der Auswahl des richtigen PEX-Rohrs achten müssen und erhalten Tipps für eine problemlose Installation und Wartung.
Was ist PEX und warum ist es so geeignet?
Vernetztes Polyethylen
PEX steht für „vernetztes Polyethylen“. Der Grundstoff Polyethylen (PE) wird durch chemische oder physikalische Prozesse „vernetzt“, wodurch die Moleküle stärker miteinander verbunden werden. Dies gewährleistet:
- Höhere Druck- und Hitzebeständigkeit
- Geringeres Risiko einer Verformung oder Rissbildung
- Bessere Schlagfestigkeit
Diese Eigenschaften ermöglichen a PEX-Rohr halten höheren Temperaturen und Druckspitzen stand als gewöhnliche PE-Rohre. Dazu gehören Anwendungen im Sanitär- und Heizungsbereich, etwa Zentralheizungsrohre, Fußbodenheizungen und Trinkwassersysteme.

Warum PEX gegenüber anderen Materialien?
- Rostfrei und kalkfrei: PEX ist ein Kunststoff, der nicht korrodiert. Dadurch bleibt das Rohrinnere länger sauber und frei von Ablagerungen.
- Flexibel: Sie können Bögen weitgehend mit dem Rohr selbst verlegen, was die Anzahl der Fittings reduziert und die Gefahr von Leckagen begrenzt.
- Leicht und einfach zu transportieren: Im Gegensatz zu schweren Metallrohren sind PEX-Bündel selbst in kleinen Räumen einfach zu handhaben.
- Geeignet für verschiedene Temperaturen: Je nach Art und Dicke hält PEX bis zu 90 °C stand, ideal für Heizungsanlagen.
Mehrschichtvarianten: PEX-AL-PEX
Neben einschichtigen (einschichtigen) PEX-Rohren gibt es auch mehrschichtige Typen, die oft als „PEX-Rohre“ bezeichnet werden PEX-AL-PEX. Diese haben einen Aluminiumkern, der durch zwei PEX-Schichten verläuft. Dass Aluminium gewährleistet:
- Extra Formstabilität: Das Rohr bleibt in der gewünschten Position.
- Höhere Druckfestigkeit: Dadurch wird das Rohr widerstandsfähiger gegenüber größeren Temperatur- und Druckschwankungen.
- O2-Diffusionsdichte: Die Aluminiumschicht verhindert, dass Sauerstoff durch das Rohr ins Wasser gelangt, wodurch Korrosion an Metallbauteilen minimiert wird.
Beispiele für Mehrschichtrohre
- Wavin Tigris PEX/AL WI 20 mm x 2,25 mm: Ein größerer Durchmesser und eine größere Wandstärke, was bei Installationen nützlich ist, die viel Durchfluss oder höheren Druck erfordern.
- Wavin Tigris PEX/AL WI 16 mm x 2 mm: Die 16-mm-Variante passt dank ihrer Mischung aus Flexibilität und Stabilität gut in Anwendungen wie Fußbodenheizungen und Sanitäranlagen.
- Diamond PEX-ALU-PEX 16x2: Mit einer Länge von 100 Metern lässt es sich problemlos auch auf langen Strecken verlegen, etwa bei großen Fußbodenheizungsprojekten oder umfangreichen Zentralheizungsanlagen.
Durchmesser und Wandstärke
Durchmesser und Durchfluss
Der Durchmesser Ihres PEX-Rohrs bestimmt teilweise, wie viel Wasser pro Zeiteinheit durch das Rohr fließen kann. Gängige Durchmesser sind:
- 16mm: Geeignet für Fußbodenheizkreise und kleinere Sanitäranlagen.
- 20mm: Sinnvoll bei höherem Wasserbedarf (z. B. für Hauptleitungen einer Zentralheizung oder für eine Kombistrecke mit mehreren Entnahmestellen).
- 25mm und größer: Kommt häufiger in industriellen oder landwirtschaftlichen Anlagen vor oder dort, wo das Rohr über eine lange Distanz verlegt wird.
Wandstärke und Druckfestigkeit
Auf der Verpackung oder im Produktnamen finden Sie häufig eine Angabe wie 16x2, was darauf hinweist, dass der Innendurchmesser 16 mm und die Wandstärke 2 mm beträgt. Eine größere Wandstärke erhöht den maximalen Druck, dem das Rohr standhalten kann. Bei Installationen mit höheren Temperatur- und Druckschwankungen (z. B. bei einigen Zentralheizungsanlagen) ist eine etwas dickere Wand wünschenswert.
Typische Anwendungen von PEX-Rohren
- Fußbodenheizung
Aufgrund seiner Flexibilität und Temperaturbeständigkeit ist PEX eine naheliegende Wahl. Die Rohre lassen sich problemlos in Schlaufen- oder Schneckenmuster verlegen und lassen sich gut mit verschiedenen Arten von Dämmplatten und Systemplatten kombinieren. - Trinkwasserversorgung
Sofern sie über ein Trinkwasserqualitätszeichen (z. B. Kiwa) verfügen, sind PEX-Rohre trinkwassersicher. Sie geben weder Geschmack noch Geruch ab und rosten nicht. - Heizkörper- und Zentralheizungsrohre
Mit den richtigen Armaturen und der richtigen Druckklasse können Sie PEX perfekt für Heizkörperanschlüsse, Kesselanschlüsse und sogar Hauptrohre in einer Heizungsanlage verwenden. - Kühlsysteme
PEX bietet auch bei niedrigeren Temperaturen Vorteile wie Isoliereigenschaften und Schlagfestigkeit, wodurch die Wahrscheinlichkeit von Lecks und Kondensation geringer wird.
Installation: Sehenswürdigkeiten und Tipps
1. Vorbereitung und Planung
Erstellen Sie ein übersichtliches Rohrdiagramm, in dem Sie notieren, wie und wo die Rohre verlaufen Kurven Und T-Shirts und wo Ventile oder Hähne benötigt werden. Indem Sie dies im Voraus tun, sparen Sie Zeit und begrenzen das Risiko unüberlegter Prozesse.
2. Schneiden und Entgraten
- Rohrschneider: Sorgen Sie für einen sauberen, gratfreien Schnitt. Eine unsaubere Sägekante kann den Dichtring im Fitting beschädigen.
- Entgraten: Einige Installateure entscheiden sich dafür, die Kante leicht zu entgraten oder anzufasen, insbesondere bei dickeren Rohren.
3. Kupplungen und Verbindungen
Es gibt verschiedene Arten von Kupplungen, jede mit ihrer eigenen Dichtungsmethode:
- Klemmverschraubungen: Man zieht eine Mutter mit einem Klemmring am Rohr fest. Achten Sie darauf, nicht zu fest anzuziehen.
- Pressfittings: Mit einem besonderen Presswerkzeuge Klemmen Sie die Muffe wasserdicht um das Rohr. Diese Methode ist bei professionellen Installationen beliebt, unter anderem weil sie schnell und zuverlässig ist.
- Steckverbindungen: Hier „klicken“ Sie das Rohr in die Armatur. Achten Sie bei dieser Methode genau auf die Druck- und Temperaturbereiche.
Stellen Sie außerdem sicher, dass Sie Druckstopfen zur Überprüfung auf Lecks nach der Installation zur Verfügung. Eine einfache Druckprüfung kann später viel Ärger ersparen, wenn einmal unerwartet etwas nicht richtig dicht ist.
4. Montage und Montage
- Abbiegen: PEX-Rohre haben einen großen Biegeradius. Zu starkes Beugen oder zu starkes Biegen kann dennoch zum Knicken führen. Für scharfe Ecken verwenden Kurven.
- Lagern und ausrollen: Stellen Sie sicher, dass Sie den Schlauch richtig abwickeln, insbesondere wenn er in einer Spule von 50–100 Metern geliefert wird. Nicht fixierte Wicklungen oder Windungen im Rohr können später zu Knicken führen.
- Clips oder Klammern: Alle ±50 cm bis 80 cm wird eine Montagehalterung empfohlen. Dadurch wird verhindert, dass das Rohr vibriert oder verrutscht.
5. Testen und Prüfen
Setzen Sie das System langsam unter Druck und prüfen Sie, ob an den Anschlüssen Tropfen auftreten. Normalerweise reichen ein paar Minuten bis eine halbe Stunde aus, um eventuelle Lecks zu erkennen. Wenn Sie immer noch Wasser sehen, ziehen Sie die Armatur leicht fest oder tauschen Sie den Dichtungsring aus, wenn es den Anschein hat, dass er nicht richtig schließt.
Oberirdischer oder unterirdischer Einsatz
Oberirdisch
Nicht alle PEX-Rohre sind für eine längere Einwirkung direkter Sonneneinstrahlung geeignet. UV-Strahlen können das Material beschädigen. Überprüfen Sie daher die Produktspezifikationen. Muss das Rohr vorübergehend oder dauerhaft oberirdisch verlegt werden, kann eine UV-stabilisierte Variante oder eine Schutzhülle erforderlich sein.
Unterirdisch
PEX kann im Boden platziert werden, aber:
- TiefeÜblich sind durchschnittlich 30-60 cm, sodass Frost und Bodenarbeiten weniger Probleme bereiten.
- Füllung: Beschichten Sie das Rohr mit feinem Sand, damit spitze Steine keinen Schaden anrichten.
- Monarch: In strengen Wintern kann eine Isolierung oder ein tieferer Standort sinnvoll sein, insbesondere wenn das Rohr dauerhaft gefüllt bleibt.
Wartung und Lebensdauer
Ein PEX-System erfordert wenig Wartung. Überprüfen Sie etwa einmal im Jahr die sichtbaren Teile des Rohrs und der Kupplungen, insbesondere nach extremen Kälte- oder Hitzeperioden. Bei Änderungen an der Anlage – beispielsweise einem zusätzlichen Abzweig – ist PEX problemlos erweiterbar, sofern Sie bei der Installation die vorhandenen Druck- und Anschlussarten berücksichtigen. Die meisten PEX-Rohre können je nach Temperatur, Druck und UV-Einwirkung problemlos 20 bis 25 Jahre oder länger halten.
Abschluss
Die Wahl des richtigen PEX-Rohrs beginnt mit der Frage nach dem Zweck Ihrer Installation: Fußbodenheizung, Trinkwasser, Kühlung oder Zentralheizung? Dann schauen Sie sich Durchmesser, Wandstärke an und ob Sie eine mehrschichtige Variante benötigen oder nicht (z.B Wavin Tigris oder Diamant PEX-ALU-PEX). Mit einer durchdachten Planung und den richtigen Beschlägen können Sie Bögen, Abzweige und Verbindungen herstellen, die über Jahre hinweg problemlos halten. Vergessen Sie nicht, das Rohr nach der Installation zu testen, denn eine gute Druckprüfung verhindert unangenehme Überraschungen im Nachhinein. Wenn Sie sich für ein PEX-Rohr entscheiden, das gut zu Ihrem System passt, profitieren Sie von einem zuverlässigen, rostfreien und flexiblen Rohrsystem, das wenig Wartung erfordert und lange hält. Verfügen Sie auch über eine praktische Druckluftanlage? Dann empfehlen wir Ihnen eines Luftschlauchtrommel Wir empfehlen dringend, Ihre Schläuche während der Arbeit nicht zu beschädigen.
Häufig gestellte Fragen
Kann ich PEX in Kombination mit vorhandenen Metallrohren verwenden?
Ja, vorausgesetzt es gibt ein passendes Übergangsstück, das sowohl das Metallrohr (z. B. Kupfer oder Stahl) als auch PEX verbinden kann. Achten Sie auf Durchmesser und Druckklasse.
Gibt es einen großen Unterschied zwischen Einzel-PEX und PEX-AL-PEX für den Hausgebrauch?
Der größte Unterschied besteht darin, dass PEX-AL-PEX einen Aluminiumkern für zusätzliche Stabilität und Sauerstoffdichte hat. Für normale Haushalts-Fußbodenheizungen oder Zentralheizungen ist oft ein einzelnes PEX ausreichend, in Systemen mit höheren Temperaturen oder ausgedehnten Rohrnetzen kann PEX-AL-PEX jedoch Vorteile bieten.
Kann ich PEX-Rohre in Wänden und Böden einbetten?
Prinzipiell ist das möglich. Denken Sie an Wartung und Reparaturen: Wenn etwas schief geht, müssen Sie den Boden oder die Wand einreißen. Vermeiden Sie außerdem enge Kurven an versteckten Stellen. Sichern Sie das Rohr im Graben mit Klammern oder Styropormodulen, damit es nicht wandert.
Welchen Durchmesser empfehlen Sie für eine durchschnittliche Heizkörperinstallation?
Bei kürzeren Abständen reichen in der Regel 16 mm aus. Bei mehreren Heizkörpern mit parallelen Abzweigungen oder großen Abständen können 20 mm sinnvoll sein, um Druck und Durchfluss optimal zu halten.
Wie hoch ist die Temperaturbeständigkeit von PEX?
Viele PEX-Rohre halten Temperaturen um 70 bis 90 °C stand. Die genauen Werte entnehmen Sie bitte immer den Produktinformationen. Eine PEX-AL-PEX-Variante kann manchmal etwas höhere Spitzentemperaturen tolerieren, ideal für intensivere Zentralheizungs- oder Kesselinstallationen.